Jahresstart 2011 im Weinhaus Engel!

Location:
Weinhaus Engel, Grolsheim

Erster Eindruck:
Diese Stätte der Zusammenkunft ist optisch ein Leckerbissen. Gelebte Gemütlichkeit sorgt für spontanes Wohlfühlen in diesem urig-modernen Ambiente! Toll dekorierte Tische, indirekte und direkte Lichterlebnisse, sowie moderne Bilder auf alten Bruchsteinwänden runden das Gesamtkunstwerk ab!
Tine Wittler wäre hier arbeitslos! Oder hat sie sich hier die ein oder andere Anregung geholt und dabei immer fleißig in der Küche genascht?


Ausstattung:
Tischdeko: rustikaler Holztisch mit Papier-Tischläufern, welche aber beim ersten Blick auch als Stoffvariante durchgegangen wären!
Die kunstvolle Hängedeko wurde beiseite gestellt, da ansonsten die Kommunikation untereinander etwas schwierig geworden wäre.
Einziges (Mini)Manko: Alle drei Kerzen waren so hell auf begeistert, dass Sie kollektiv Ihre letzten Atemzüge in unserem frühen Beisammensein machten. Diese wurden dann aber gegen gebrauchte, etwas langhalsigere Wachskollegen ausgetauscht!

Gläser: Rona (Die Wassergläser: Rhodius Gourmet)
Porzellan & Besteck: Vega
Speisekarte: lang, schmal, modern gestaltet!

Service:
Die zwei Damen, die uns umsorgten waren freundlich und meist aufmerksam. Nicht aufdringlich, aber stets im Blick wurden wir über den Abend begleitet.

Zum kulinarischen Teil:
Vorspeise:


Bruschetta satt! Gleich 13 dieser tomatisierten Krustenbrote landeten auf der Mitte unserer Tafel. Später entpuppte sich auf der Rechnung, dass es sich hier um 5 Portionen handelte (wir waren an diesem Abend ja auch 5 Gäste), also besteht eine Portion aus 2,6 Exemplaren... ok wollen wir mal nicht kleinlich sein... es geht ja nicht um Masse, sondern Klasse... und uns 3 Männern haben die jeweils 3 Brote wirklich Klasse geschmeckt ;o)

Hauptspeisen:
Die Dorade von Jenny... oder auch genannt „Dorade aus heimischen Wäldern“... (da die Sauce irgendwie dunkel war und eher an eine Braten- oder Wildsauce erinnerte) schmeckte laut der daher leicht irritierten Fischliebhaberin trotzdem lecker... das Ratatouille neben dem eingemeindeten Meeresbewohner machte sich auf dem Teller recht „fett“... da ziemlich gehaltvoll!

Schweinelende: Diese kam schnörkellos ohne große Deko, aber mit Bandnudeln zu unserem Fleischliebhaber Markus, der schnell „fest“ stellte, dass es sich um ein sportliches Rennschwein gehandelt haben musste... dessen Fleisch keineswegs wabbelig war!



Susanne und Mathias genossen Ihre Filetspitzen, welche optisch zwar eher an aufgeschnittene Steaks erinnerten, aber das tat dem Genuss keinen Abbruch. Die Sauce war gut gewürzt, ähnelte aber zumindest farblich der flüssigen Unterlage der Dorade, was vielleicht auf eine gemeinsame Herkunft schließen lässt?!

 

 

 

 

Fehlt noch ein Satz zu Dominics Entenbrust... (also der auf dem Teller):
Keine Doppel D, aber das ist ja auch nicht von Nöten... Klein aber fein, zart und lecker, ganz nach seinem Geschmack!
Die Nussspätzle waren ebenfalls sehr gelungen. Der Rosenkohl war hingegen etwas scharf gewürzt!

Nachtisch:
Wie immer wurde auch diesmal u.a. der „Evergreen des Zirkels“ gewählt: Creme Brulee! Geschmacklich eher ein überfeuerter Vanillepudding, aber diese Verwandtschaftsverhältnisse liegen ja förmlich auf der Hand, bzw. in dem Fall auf dem leicht vertieften Teller!
Dominics bestelltes Vanilleeis mit Nougatsauce entpuppte sich als Vanilleeis mit Kirschen... aber da ist man(n) ja flexibel. War gut, aber so der letzte Pfiff fehlte irgendwie!

Vielleicht findet man diesen ja.... genau beim Toilettencheck:
Und tatsächlich, pfiffig ist er gestaltet, der Ort der gottgegeben Ruhe!
So gemütlich wie die großen Räume ist auch dieser kleine Gastraum hergerichtet. Mit modernen Bildern und gemütlicher Beleuchtung lädt dieser Ort zum Verweilen ein!

ResGourmet:
„Gutes Handwerk in exzellenter Kulisse“!
Wir wissen, dass es geschmacklich besser geht, da wir schon des Öfteren Gäste dieses Hauses sein durften, immer mehr als begeistert waren und daher auch diesen Ort als „Gourmetzirkel - Jahresstart 2011“ (bzw. nachgeholte Weihnachtsfeier) gewählt haben.

Vielleicht hatte die Küche einfach nicht den allerbesten Tag, was aber wiederum nicht heißen soll, dass es nicht gut war. Hätten wir vorher nie hier gespeist, wäre das Urteil zwecks positiver Unbefangenheit wahrscheinlich besser ausgefallen!
Kurzum gesagt, wir wollen das Weinhaus Engel weiter empfehlen und freuen uns auf den nächsten Besuch (vielleicht im traumhaften Innenhof des Hauses) bei der gastfreundlichen Familie Engel, die uns am Ende unseres Besuches noch mit einem leckeren Williams Christ den Heimweg beschwipste ;o) 

In diesem Sinne
Was dem Williams sein Christ, so uns unseren Engel!

 



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